Im Nationalpark Krka wurde kürzlich eine neue Art rezenter Süßwasser-Foraminiferen entdeckt, die mit kalkigen Ablagerungen in Verbindung steht. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Biodiversität in diesem geschützten Gebiet dar. Der Fund bereichert das wissenschaftliche Bild der mikroskopischen Organismen, die die Süßwasserökosysteme des Parks besiedeln.
Foraminiferen, kleine einzellige Organismen mit einem Gehäuse aus Kalzium, wurden im Rahmen von Feldforschungen entdeckt, die von Expertinnen des Kroatischen Geologischen Instituts in Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Nationalparks Krka durchgeführt wurden. Die neue Art, die nach spezifischen morphologischen Merkmalen benannt wurde, wurde in Sedimenten entlang der Ufer des Flusses Krka gefunden, wo kalkige Gesteine auf rezente Ablagerungen treffen. Dies ist der erste Nachweis dieser Art in kroatischen Süßwassersystemen, und ihr Vorkommen weist auf die Stabilität und den Reichtum der Mikrofauna im Park hin.
Nach Aussagen der Forscherinnen, wie etwa Dr. sc. Nina Marić vom Kroatischen Geologischen Institut, zeigt diese Entdeckung, wie sich uralte geologische Schichten und moderne ökologische Bedingungen bei der Entstehung einzigartiger Nischen für kleine Organismen miteinander verweben. „Die Entdeckung dieser Foraminifere erweitert nicht nur unsere Artenliste im Nationalpark Krka, sondern unterstreicht auch die Notwendigkeit eines weiteren Monitorings mikroskopischer Ökosysteme, um dieses Naturerbe besser zu schützen“, betonte Marić.
Der Nationalpark Krka, bekannt für seine spektakulären Wasserfälle und den Fluss Krka, ist nun um weitere Belege für die geobiologische Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart reicher. Die Parkverwaltung betont, dass die Ergebnisse dieser Forschungen in Bildungsprogramme und ökologische Berichte integriert werden, damit Besucherinnen und Besucher die unsichtbare Welt besser kennenlernen, die die sichtbare Schönheit des Parks trägt.
Diese Entdeckung erfolgt zu einer Zeit, in der die Bemühungen um den Erhalt der Biodiversität in den Schutzgebieten Kroatiens verstärkt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Parks wie Krka, zu dem auch unser Visovac gehört, ist von entscheidender Bedeutung für zukünftige ähnliche Entdeckungen.



